Ohne äusserliche Zeichen, ohne Künstlichem, ohne Klimbim, ohne Prunk:

Die Künstler Felix Boekamp und Ilja Lacarevic fragen nach dem Unwahrscheinlichen: Eine Ausstellung in den Räumen der Schlesingerstiftung im winterlichen Appenzell geht der Frage nach, wie künstlerische Repräsentationsweisen von Weihnachtskrippen in unserer Gegenwart aussehen könnten. Als Ausstellungszeitraum wurden bewusst die Tage zwischen dem 1. Advent und Heilig Abend gewählt.

Auf Onlineportalen stoße ich auf die Abbildungen dieser fremdartigen Miniaturen, die wie Fetischobjekte auf weißem Hintergrund präsentiert werden.

In meiner Herangehensweise berücksichtige ich sowohl die Adventszeit als besonderen zeitliche Rahmen als auch die vorgefundene fetisch-Ästhetik in Krippen Onlineshops.

Vom 1. Advent an sende ich täglich einen ausgewählten Screenshot eines Krippenzubehörs an die Kuratoren, die Diesen als Ausdruck an einen jeweils passenden Platz am Ausstellunggebäude aufhängen. So wird der Ausstellungsort bis Ausstellungsende täglich um neue Vorschläge für eine zeitgemäße Krippenrepräsentanz erweitert.